Papier und Karton üben auf mich, seit meiner meiner Kindheit, eine grosse Anziehungskraft aus.

Seit ich denken kann, gestalte ich mit Papier. So habe ich immer wieder Kartonschachteln auf Mass angefertigt, um einem Geschenk den passenden Rahmen geben zu können, oder ich fertigte Leporellos in einer „endlosen Länge“ an, die ich mit Collagen versehen, zu witzigen Geburtstagskarten verwandelte!

In den 80. Jahren begann ich mit einfachen Mitteln (Nagelscheren etc.) Papier zu falten und zu schneiden. Die entstandenen Werke und deren Formenreichtum faszinierten mich und meine, damals kleinen, Kinder und  wir klebten die besten Stücke mittels Klebefolie an unsere Fenster.

In den 90. Jahren begann ich,  erstmals aus Papier, Gebrauchsdesign zu gestalten. Da ich ein grosser Uhren Fan war und bin,  versuchte ich mich an Ziffernblättern für Wanduhren. Dabei nahm ich ein einfaches Uhrwerk mit den entsprechenden Zeigern und verpasste  ihm ein „flottes Design“. Die Neukreationen verschenkte ich meinen Freunden und Kindern. Was damit geschah, bleibt für immer ihr Geheimnis.

Für viele Jahre standen andere Fragen im Vordergrund. Ich baute eine Lyrik Plattform im Internet auf und engagierte mich in einer Theatergruppe.

Vor einigen Jahren, so um die Weihnachtszeit, beobachtete meine Frau einige Scherenschnitte an Nachbars Fensterscheiben und äusserte den leicht ironischen Wunsch, bei uns doch auch so etwas Schönes aufzuhängen. Ich erinnerte mich schlagartig wieder an meine alten Tage und begann mit Nagelschere und gefaltetem Papier, an meine glücklichen Scherenschnitt Versuche anzuknüpfen.